2003

Am 9. Dezember gründet Horst Raule die Stiftung Kleine Füchse in Wiesbaden. Hintergrund und wichtigste Motivation für das private Engagement des Unternehmers Horst Raule und seiner Frau Ursula sind die schlechten Ergebnisse deutscher Schüler in der ersten Pisa-Studie. Diesen möchte das Ehepaar Raule mit einer Bildungsinitiative begegnen, die eine begabungsgerechte Förderung bereits im Vorschulalter vorsieht. Ziel der Stiftung Kleine Füchse ist es, begabte und hochbegabte Kinder zu erkennen und sie individuell zu fördern und zu fordern.

Im Gründungsjahr beträgt das Stiftungskapital 500.000 Euro.

 

2004

Der Stiftungsrat konstituiert sich mit zunächst fünf Gründungsmitgliedern unter dem Vorsitz von Dr. h. c. Helmut Geiger als beratendes Gremium. Für die Entwicklung des Modells Kleine Füchse stehen die fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Hochbegabung sowie mögliche pädagogische Ansätze und inhaltliche Kooperationen im Vordergrund. Kontakte zum Hessischen Sozialministerium unter Staatsministerin Silke Lautenschläger werden hergestellt. Es entwickelt sich ein erster Dialog mit der Frankfurter Karg-Stiftung.

Am Jahresende verfügt die Stiftung über ein Stiftungskapital in Höhe von 1 Million Euro durch weitere Einlagen des Stifters.

 

2005

Gemeinsam mit dem Land Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden beginnt auf Initiative der Stiftung Kleine Füchse im Februar als öffentlich-private Partnerschaft mit fachlicher Begleitung und finanzieller Unterstützung der Karg-Stiftung eine ausgewählte Wiesbadener Kindertagesstätte mit der Projektarbeit für die Förderung begabter und hochbegabter Kinder.

 

2006

Im Mai nimmt die Begabungspsychologische Beratungsstelle der Stiftung Kleine Füchse in Wiesbaden ihre Tätigkeit zur Beratung und Diagnostik mit einer fest angestellten Diplom-Psychologin auf. Um Erzieher zu schulen und Kinder in ihren Einrichtungen begabungsgerecht zu fördern, startet erstmals eine Fortbildung von Erziehern mit 18 Teilnehmern. Die ersten Kooperationen mit zwei Kitas in Wiesbaden werden geschlossen. Diese werden damit zu Partner-Kitas der Stiftung Kleine Füchse.

 

2007

Anfang des Jahres wird das Modell Kleine Füchse als Förderkonzept mit den drei Projektbereichen Fortbildung, Beratung und Partner-Netzwerk etabliert. Im Mai wird die Stiftung mit ihrer Fortbildung durch das Hessische Sozialministerium als offizieller Anbieter von pädagogischen Weiterbildungen akkreditiert. Ende September wird erstmalig zum „Netzwerktreffen“ (späteres Pädagogisches Forum) in eine Wiesbadener Kita eingeladen.

Die Stiftung Kleine Füchse präsentiert ihre Projektarbeit und Ziele erstmals auf dem Hessischen Stiftungstag. 

 

2008

Als kommunales Modellprojekt startet in Zusammenarbeit mit der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG und der Stadt Ingelheim im Juni eine Kooperation: Das Modell Kleine Füchse wird danach sukzessive in Ingelheimer Kitas umgesetzt. Die Fortbildung wird in Rheinland-Pfalz durch das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen (MIFKJF) akkreditiert.

Die Stiftung begrüßt ihr 100. Kuratoriumsmitglied und die 10. Partner-Kita in ihrem Netzwerk.

 

2009

Um bei der Fortbildung und in der Beratungsstelle die Umsetzung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sicherzustellen, wird ein Wissenschaftlicher Beirat berufen, dem zunächst Dr. Aiga Stapf (Universität Tübingen) und Dr. Christa Hartmann (Bega-Institut Hamburg) angehören. Ab Oktober wird die Fortbildung der Stiftung zertifiziert. Alle erfolgreichen Teilnehmer erhalten von nun an das Zertifikat „Begabungspädagogische Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“.

 

2010

Im März veranstaltet die Stiftung den ersten Info-Abend zu ihrem Stiftungs- und Kooperationskonzept vor etwa 100 interessierten Gästen in Wiesbaden. Über 150 Freunde und Förderer folgen im August der Einladung zum ersten großen Sommerfest der Stiftung Kleine Füchse. Im Oktober gratuliert die Stiftung der 100. pädagogischen Fachkraft zum erfolgreichen Abschluss.

Der Stiftungsrat wird auf 10 Mitglieder erweitert.

 

2011

Erstmalig startet die Stiftung mit der Durchführung von zwei Fortbildungsreihen pro Jahr. Die Teilnehmerzahl wird pro Lehrgang von 20 auf 25 erhöht. Die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Sozialministerium wird unter Sozialminister Stefan Grüttner ausgeweitet. Für die Beratungsstelle wird eine zweite Diplom-Psychologin eingestellt. Dr. med. Sebastian von Stuckrad-Barre (Facharzt für Neurologie) erweitert den Wissenschaftlichen Beirat auf nunmehr drei Mitglieder. 

 

2012

Das Ehepaar Raule erhält für sein Engagement im Bildungsbereich die Georg August Zinn-Medaille des Landes Hessen, verliehen in der Wiesbadener Staatskanzlei durch Ministerpräsident Volker Bouffier. Das zweite kommunale Modellprojekt startet im Dezember mit Kitas und Grundschulen in der Region Kirn. Kooperationspartner und finanzieller Förderer ist die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung. In diesem Jahr erweitert sich das Netzwerk der Partner-Kitas deutlich. Im Dezember setzen bereits 35 Partner-Kitas das Modell Kleine Füchse um.

 

2013

Das dritte kommunale Modellprojekt startet im April in Kooperation mit der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ und der Stadt Dietzenbach. Das „Modellprojekt Kirn“ wird ab Herbst auf Idar-Oberstein ausgeweitet. Inzwischen wird das Modell Kleine Füchse in Wiesbaden, Mainz, Ingelheim, Limburg, Dietzenbach, Bingen, Region Kirn und Idar-Oberstein, Königstein, Hünstetten, Bad Kreuznach und Karlsruhe umgesetzt. Mit 51 Partner-Kitas, über 400 entdeckten begabten und hochbegabten Kindern und mehr als 250 Fortbildungsteilnehmern hat sich die Stiftung als wichtiger Impulsgeber für die frühkindliche Bildung in der Rhein-Main-Region etabliert. Im Spätjahr übersteigen die Beratungsgespräche und Diagnostiken in der Begabungspädagogischen Beratungsstelle die Zahl 500.

Mit Abschluss des Jahres wird das Stiftungskapital durch Stiftungsgründer Horst Raule auf 2,5 Millionen Euro erhöht.

 

2014

Die Stiftung feiert ihr 10-jähriges Jubiläum in Wiesbaden mit einer Festveranstaltung auf Henkellsfeld. Im Januar gratuliert die Stiftung den erfolgreichen Teilnehmern der bereits 10. Fortbildungsreihe. Erstmalig werden in diesem Jahr drei Fortbildungsreihen für insgesamt 75 Teilnehmer angeboten. Für die begabungsgerechte Förderung in Grundschulen und einen erfolgreichen Übergang von der Kita zur Grundschule startet in der Region Kirn das Pilotprojekt „Kleine Füchse machen Schule“.

 

2015

Das Netzwerk der Stiftung ist auf 71 Partner-Kindertagestätten und elf Grundschulen in den kommunalen und regionalen Modellprojekten Wiesbaden, Mainz, Kirn/Idar-Oberstein, Ingelheim, Limburg, Dietzenbach, Hünstetten, Bad Kreuznach und Idstein angewachsen. Kristina Schröder, CDU-Bundestagsabgeordnete und Familienministerin a.D., besucht im Januar eine Wiesbadener Partner-Kita der Stiftung Kleine Füchse, um sich über das Fördermodell zu informieren.

 

2016

Die Stiftung Kleine Füchse kann ein beachtliches Wachstum verzeichnen: Das Netzwerk vergrößert sich auf 93 Partner-Kitas und elf Grundschulen. Gleichzeitig wächst die Zahl der fördernden Kita-Paten auf über 45. Eine dritte Psychologin verstärkt das Team der Beratungsstelle. Ende Mai präsentiert Professor Dr. Gerhard Büttner, Professor für Pädagogische Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Zwischenergebnisse einer Forschungsstudie, die von der Universität gemeinsam mit der Stiftung Kleine Füchse durchführt wird und die den soziokulturellen Hintergrund der in der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Stiftung vorgestellten Kinder untersucht.

Die Begabungspsychologische Beratungsstelle der Stiftung Kleine Füchse zieht in das Nachbargebäude der Stiftungsverwaltung um. Die neuen Büroräume in der Gustav-Freytag-Straße 29 verfügen über größere Besprechungszimmer sowie einen geräumigen Aufenthaltsbereich mit Spielecke für die aktive Pausengestaltung der zu testenden Kinder.

 

2017

Nach starkem Wachstum in den drei Projektbereichen Fortbildung, Beratung und Partner-Netzwerk startet die Stiftung Kleine Füchse eine Qualitätsoffensive. Das Modellkonzept soll konsequent optimiert und die Ressourcen auf Förderprojekte in engagierten Kitas konzentriert werden. An der neu eingeführten Tagesveranstaltung für Kita-Leitungen nehmen 20 Führungskräfte teil. In der Begabungspsychologischen Beratungsstelle führen vier Psychologinnen insgesamt 228 Intelligenzdiagnostiken mit Kindern durch. Die Stiftung Kleine Füchse hat sich bei Eltern und Kitas sowie in anderen Bildungsinstitutionen und Facharztpraxen als kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner etabliert.

 

2018

Die Stiftung Kleine Füchse stellt eine vierte Diplom-Psychologin ein. Nach der Ankündigung neuer Qualitätsrichtlinien und nunmehr 15 Jahren erfolgreicher Stiftungsarbeit steht 2018 unter dem Leitgedanken, das bisher Erreichte und den Status quo erneut auf den Prüfstand zu stellen. Die Fortbildungsreihen werden überarbeitet und verkürzt sowie die Kooperations-Abläufe mit den Partner-Einrichtungen eingehend verifiziert und angepasst. Es entstehen ein aktualisiertes Fortbildungskonzept, ein „Curriculum“ als inhaltlicher Leitfaden sowie ein Kita-Handbuch für die Gestaltung von Patenschaften. Bei der Ausrichtung der Stiftungsarbeit werden Qualität vor Wachstum als neue Richtlinien verstärkt und damit der Weg für nachhaltige Projekt- und Fördererfolge geebnet.