Was ist Hochbegabung?

Foto Junge mit Abacus

Etwa 2% aller Menschen in Deutschland sind hochbegabt, weitere 8-10% gelten als sehr begabt, d. h. sie haben einen IQ von 120 oder höher. Diese Hochbegabung ist unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Herkunft, d.h. auch 2% aller Kinder sind hochbegabt. Weil aber intellektuelle Hochbegabung im Kleinkind- und Vorschulalter zumeist als Entwicklungsvorsprung auftritt, lässt sich eine tatsächliche Hochbegabung nur bei genauer Beobachtung und Dokumentation testieren – und auch nur von erfahrenen Kinderpsychologen. Von intellektueller Hochbegabung bei einem Kind sprechen Experten, wenn es in seiner kognitiven Entwicklung Gleichaltrigen deutlich voraus ist. Zum Vergleich: Legasthenie kommt bei ca. 4%, AD(H)S bei ca. 4-8% aller Kinder in Deutschland vor.

„Kleine Füchse“ zeichnen sich also durch besondere Fähigkeiten zum logischen und analytischen Denken, durch sehr gute Gedächtnisleistungen oder eine hohe Sprachbegabung aus. Oft sprechen sie bereits mit unter drei Jahren in grammatikalisch korrekten Sätzen und sind in der Lage, abstrakt – und nicht anschauungsgebunden – zu denken. Viele hochbegabte Kinder lernen bereits im Kleinkind- und Vorschulalter selbständig Rechnen, Lesen oder Schreiben – ganz einfach, weil sie neugierig, wissbegierig und vor allem lernfreudig sind.