Ab wann sollte man "kleine Füchse" fördern?

Foto Mutter und Kind

Hochbegabung ist unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft. In den meisten Fällen wird sie allerdings erst spät oder überhaupt nicht erkannt. Einer der Gründe dafür ist, dass das Erkennen und die Förderung von Hochbegabung in der Ausbildung von Erziehern und Lehrern bislang kaum eine Rolle spielt. Doch im Gegensatz zur traditionellen Auffassung, dass solche Kinder es „sowieso schaffen“, sieht die Wissenschaft inzwischen durchaus die Notwendigkeit einer frühen und begabungsgerechten Förderung. „Fähigkeiten, die nicht in Anspruch genommen werden, entwickeln sich nur unvollkommen und können auch verkümmern“, heißt es in einem vom Bundesforschungsministerium 2010 herausgegeben Ratgeber.

Die pädagogische und neurowissenschaftliche Forschung betont nachdrücklich, dass begabungsgerechte Förderung möglichst frühzeitig einsetzen muss: bei Kindern im Vorschulalter. Die Stiftung Kleine Füchse hat deshalb ein Modell entwickelt, das Erzieher in Kitas dabei unterstützt, begabte und hochbegabte Kinder zu entdecken und begabungsgerecht zu fördern. Dieses Modell hat einen integrativen Ansatz, d.h. die begabungsgerechte Förderung sieht vor, Erzieher und Grundschulpädagogen anzuleiten, hochbegabte Kinder zu entdecken und im Rahmen des Kita-Alltags und Unterrichts zu fördern − zum Vorteil aller Kinder.

Die Förderung begabter und hochbegabter Kinder in Kindertagesstätten bedeutet nicht, dass andere Kinder benachteiligt werden, im Gegenteil. Aber hochbegabte Kinder haben das gleiche Recht auf Förderung wie benachteiligte oder behinderte Kinder. Bei der Förderung von Hochbegabung geht es also nicht um eine Entweder-Oder-Option, sondern um die Gleichbehandlung im Rahmen der Förderung kindlicher Entwicklungen in den Kitas.